Kinder in 100 Volksschulen arbeiten derzeit im Projekt „Denken lernen – Probleme lösen“ mit BeeBots, LEGO WeDo und Scratch. Damit auch ihre LehrerInnen fit dafür sind, hat ein Projektteam der FH Burgenland ein Trainingsprogramm als Blended-Learning Konzept dazu entwickelt.

Sechs BeeBots, sechs Baukästen LEGO WeDo und sechs iPads. Das ist die Ausstattung für eine Schulklasse, die im Projekt „Denken lernen – Probleme lösen“ mitmacht. Ziel des Projektes ist es, das informatische Denken zu stärken. 100 Volksschulen in 20 Clustern arbeiten mit. Die Materialen stehen jeder Schule fünf bis sieben Wochen zur Verfügung und werden dann an die nächste Schule im Cluster weitergegeben.

Blended-Learning-Trainingsprogramm

Die LehrerInnen werden dafür im Vorfeld an den 13 verschiedenen Pädagogische Hochschulen in den Bundesländern trainiert.  Dementsprechend war es eine Anforderung an die Projektgruppe der Fachhochschule Burgenland, die das Trainingskonzept erstellt hat: es muss für alle Hochschulen leicht zugänglich und flexibel adaptierbar sein. Natürlich gibt es im Programm auch Präsenzeinheiten, da eine Auseinandersetzung mit den verwendeten Materialien ja nicht ohne die Arbeit mit ebendiesen möglich ist. Damit das ganze aber für die TeilnehmerInnen nicht zu lange dauert, gibt es auch Selbststudienanteile.

 

Das Trainingskonzept für Lehrkräfte im Projekt „Denken lernen – Probleme lösen“

 

Automatisiertes Zertifikat für fleißige AbsolventInnen

Aus diesen Anforderungen sind letztlich fünf Moodle-Kurse entstanden. Drei davon zu den verwendeten Materialien „BeeBots„, „Lego WeDo“, und „Scratch“, ein Kurs zum Thema “Visualisieren” und ein Kurs, in dem die TeilnehmerInnen nach erfolgreichem Abschluss der ersten vier Kurse automatisiert ein Zertifikat bekommen.

Kurse können ins eigene Moodle-System übernommen werden

Die Kurse sind auf der Seite www.eeducation.at gehostet und können von dort per LTI-Standard von den Pädagogischen Hochschulen ins eigene Moodle-System übernommen werden. Die entstandenen Moodle-Kurse sind die ersten, die durch die Verwendung des LTI-Standards – in alle Moodle-Systeme der Pädagogischen Hochschulen in Österreich implementiert wurden.

Coding & Robotik – ein neues Thema für LehrerInnen der Primarstufe

Abgesehen davon ist das Trainingsprogramm insofern bemerkenswert, als es inhaltlich spezifisch auf die Förderung von Wissen und Kompetenzen im Bereich Coding und Robotik bei Lehrkräften der Primarstufe abzielt. Dieser Bereich wurde viele Jahre zwar in Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte der Sekundarstufe und höher angeboten, nicht aber gezielt für Lehrkräfte der Primar- bzw. sogar Elementarstufe. Somit könnte das Trainingsprogramm eine prototypische Vorlage für weitere Projekte in diesem Bereich werden.

Mein nächstes Projekt: die Evaluierung

Umgesetzt haben das Projekt mein Kollege Adolf Selinger und ich. In einem nächsten Schritt werde ich nun im Rahmen meiner Masterarbeit evaluieren, ob und wie sich durch das Projekt die Einstellung der teilnehmenden LehrerInnen zu Coding und Robotik verändert hat. Hier erfährst du mehr darüber.